Wichtiger Hinweis zur aktuellen ICHD-3 Beta Version

Bitte benutzen Sie für klinische und wissenschaftliche Zwecke ab sofort die aktuelle ICHD-3 Beta Version der Internationalen Kopfschmerzklassifikation:Zur ICHD-3 Website

Vorwort zu IHS ICHD-2 Website

Zwei Jahre nach der Publikation der zweiten Ausgabe der Internationalen Kopfschmerz-Klassifikation ICHD-2 liegt nun die internetbasierte Version der Klassifikation vor. Dies ist ein großer Erfolg und mein aufrichtiger Dank gilt dem Vorsitzenden des Komitees, Prof. Hartmut Göbel vom Kieler Migräne- und Kopfschmerzzentrum, der diese internetbasierte Ausgabe entwickelt hat, sowie den Mitgliedern des Klassifikationskomitees.
Mehr

Einführung in die Klassifikation

Diese zweite Auflage der Internationalen Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen ist, wie bereits die erste Auflage, gleichzeitig für die Wissenschaft und die klinische Praxis gedacht. Keine wissenschaftliche Studie, die nicht auf dieser Klassifikation beruht, dürfte mehr in einer internationalen Zeitschrift angenommen werden. Doch die Klassifikation ist genauso wichtig für den Kliniker. Die überwiegende Zahl der evidenzbasierten Behandlungsleitlinien für Kopfschmerzen wurden unter Verwendung der ersten Auflage der Internationalen Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen verfasst. Diese zweite Auflage hat die Hauptprinzipien der Klassifikation und Diagnose von primären Kopfschmerzen nicht verändert. Damit bleibt das mit Hilfe der ersten Auflage gewonnene Wissen auch für die meisten Diagnosen anhand der zweiten Auflage gültig. Wenn Patienten gesucht werden, die auf Triptane ansprechen, muss die Diagnose entsprechend der diagnostischen Kriterien einer Migräne mit Aura oder einer Migräne ohne Aura dieser Klassifikation gestellt werden.....
Mehr

Inhalte

Die Klassifikation ist nach einem hierarchischen Prinzip aufgebaut und jeder Anwender muss selbst entscheiden, wie detailliert eine Diagnose im Einzelfall sein soll. Diese kann sich von der Ebene der ersten Stelle bis zur vierten Stelle erstrecken. Die erste Stelle gibt die grobe Orientierung an, in welche Diagnosegruppe der Kopfschmerz gehört. Handelt es sich z.B. um eine 1. Migräne, einen 2. Kopfschmerz vom Spannungstyp oder einen 3. Clusterkopfschmerz bzw. einen anderen trigemino-autonomen Kopfschmerz? Die weiteren Stellen beinhalten dann detailliertere Informationen zur Diagnose. Die gewünschte Detailtiefe hängt vom Zweck ab. In der Allgemeinarztpraxis werden in der Regel nur Diagnosen mit einer 1. oder 2. Stelle erforderlich sein, während spezialisierte Praxen oder Kopfschmerzzentren Diagnosen mit einer 3. oder 4. Stelle verwenden werden.

Anleitung zum Gebrauch der Klassifikation

Dieses ausführliche Werk ist nicht dafür bestimmt, auswendig gelernt zu werden. Selbst die Mitglieder des Kopfschmerzklassifikationskomitees dürften nicht in der Lage sein, sich an alle Details zu erinnern. Vielmehr sollte man dieses Werk von Zeit zu Zeit immer wieder nach Bedarf konsultieren. Auf diese Weise wird man Stück für Stück die diagnostischen Kriterien für 1.1 Migräne ohne Aura, 1.2 Migräne mit Aura, die wichtigsten Unterformen des 2. Kopfschmerzes vom Spannungstyp und des 3.1 Clusterkopfschmerzes und einiger anderen Kopfschmerztypen kennenlernen. Die übrigen Kopfschmerztypen wird man immer nachschlagen müssen. Im klinischen Alltag wird man die Klassifikation bei einer eindeutigen Migräne oder einem Kopfschmerz vom Spannungstyp nicht benötigen. Sie ist aber dann nützlich, wenn die Diagnose unsicher ist. Für wissenschaftliche Zwecke jedoch ist die Klassifikation unentbehrlich. Jeder Patient, der in ein Studienprojekt aufgenommen werden soll, sei es in eine Untersuchung von Medikamenten, zur Pathophysiologie oder zur Biochemie von Kopfschmerzen, muss einen Satz diagnostischer Kriterien erfüllen...
Mehr

Weitere Materialien